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Rundbrief 3.0

Autor: Nele | Datum: 16 Juni 2013, 13:17 | Kommentare deaktiviert

Rundbrief Nummer 3                                                                                               31.05.13

Hallo :)

Es ist schon wieder so weit, obwohl es mir so vorkommt als hätte ich den letzten Rundbrief erst letzte Woche geschrieben, ist es schon wieder Zeit über die letzten drei Monate zu berichten. Also viel Spaß beim Lesen von Rundbrief Nummer 3.

Im letzten Rundbrief habe ich zuletzt von meiner Arbeit als Steward auf dem Gender-Seminar berichtet, also geht es jetzt weiter im März 2013. Einige wird der erste Teil vielleicht schon ein bisschen bekannt sein, weil ich dazu ja auch schon im Blog geschrieben habe, aber natürlich gibt es auch neue Dinge. ;)

 

Was ist passiert März – Mai 2013

Vom Gender Seminar, auf den ich ja als Steward gearbeitet habe, ging es wieder zurück ins BKM. Dort erwartete mich erst mal wieder Alltag, also ganz normal jeden Tag um 4.20 aufstehen, arbeiten, unterrichten, spielen, Feldarbeit usw..

Aber Ende März genauer gesagt am 27. März war Schluss mit Alltag, denn meine Mutter kam in Indonesien an, wo sie mit mir 2 Wochen verbringen wollte. Nachdem sie dann auch mit 2 Stunden Verspätung in Medan gelandet war (was wohl eher mich als alle Anderen gestresst hat), führen wir erst einmal zu Lertinas Haus in Siantar.

Nachdem wir am Abend noch viel geredet haben und dann auch müde ins Bett gefallen sind ging es Sonntag dann auch schon ins BKM. Denn meine Einsatzstelle und mein Leben hier, war ja das erste und auch wichtigste was meine Mutter kennen lernen sollte. Dort angekommen haben wir dann erst mal  das BKM angeguckt, Ibus und Kinder kennen gelernt und fleißig Waffeln gebacken, die dann natürlich typisch wie wir hier im BKM sind auch nicht gerade lange gehalten haben, weil sie alle ratz-fatz verputzt waren.

Am Abend nach dem gemeinsamen Abendessen, galt es dann noch die mitgebrachte Schokolade zu verteilen und natürlich auch auf zu essen. Daraufhin haben wir dann nur noch ein bisschen gequatscht und sind dann auch ins Bett gegangen, da es am nächsten Tag ja schon weiter gehen sollte. Am Montagmorgen ist meine Mutter vorbildlich mit um 4.20 aufgestanden und der Tag konnte beginnen. In den darauffolgenden Tagen haben wir zusammen mit Lertina unser Kirchenleitung getroffen und haben uns Siantar und Umgebung angeguckt. Ein großes Highlight natürlich der Toba See und Samosir (die Insel im Toba See). Außerdem haben wir viele verschiedene Gerichte probiert, Obst gegessen und Getränke getrunken, die typisch für Indonesien sind.

Dann hieß es, für mich zumindest für einen Moment, Sumatra hinter mir zu lassen, denn es sollte noch einen Urlaub außerhalb der Arbeitsstelle geben (In Sumatra hab ich ja zwischendurch immer gearbeitet oder mit meinen Chefs getroffen), nämlich einen Urlaub auf Bali (und Lombok). Also hieß es wieder am nach Medan zum Flughafen. Während des Urlaubs waren wir auf Bali und auf den wunderschönen (schon zu Lombok gehörenden) Gili-Islands, genauer gesagt Gili Trawangan. Wir haben uns vieles angesehen, eine Fahrradtour gemacht, sind viel schwimmen gegangen und haben einfach die gemeinsame Zeit genossen, die leider viel zu schnell zu Ende war.

Nach insgesamt knapp zwei Wochen hieß es wieder Abschied nehmen und je und je nach Hause und zur Arbeit zurück zu kehren.

 

 

Wieder im BKM angekommen gab es wieder viel zu tun, da die Kinder bzw. Jugendlichen, die in eine höhere Schule wechseln würden, also zum Beispiel von SMP zu SMA, Prüfungen schreiben mussten. Dafür musste natürlich extra viel gelernt werden, sodass wir auch den Unterrichtsplan ein bisschen geändert haben.

Seit dem die Prüfungen fertig geschrieben sind, haben eben diese Jugendlichen schon Ferien, die Anderen gehen weiterhin zur Schule.

Das Gute daran ist, dass ich jetzt auch Morgens Gesellschaft hier im BKM habe, weil ja alle großen da sind, ein bisschen doof ist, dass jetzt sehr viel Arbeit erledigt werden muss, sodass es erst nicht möglich war die älteren nun auch zu unterrichten. Aber mitleiweile gibt es einen komplett neuen Stundenplan für alle Altersstufen. Aber dazu nachher mehr.

Weiter mit dem Ablauf…

Mitte April fand dann ein besonderes Ereignis statt, da wir hier im BKM die Konfirmation von 11 unserer Jugendlichen gefeiert haben. Dafür waren wir, die Ibus, Ich und die drei Mädchen der Gruppe, morgens beim Friseur und haben uns Haare und Makeup machen lassen. Danach ging es dann, natürlich wie immer mit ein bisschen Verspätung, ab zur Kirche. Nach dem Gottesdienst sind wir dann zurück zum BKM gefahren und haben mit allen zusammen gefeiert. Das heißt es wurden Reden gehalten, gemeinsam Mittag und Kuchen gegessen und zusammen gesessen. Traditionell tragen die Konfirmanden übrigens alle weiß, ansonsten ist der Ablauf in der Kirche aber sehr ähnlich wie z.B. der meiner Konfirmation. Die Jugendlichen werden vom Pfarrer gesegnet, ihr selbst ausgesuchter Konfirmationsspruch wird vorgelesen usw.. Also war die Veranstaltung gar nicht so fremd für mich. Außerdem sah ich diesmal auch nicht ganz so aus wie Barbie also fühlte ich mich um einiges wohler. ;)

 

In der letzten April Woche gab es dann auch wieder viel vorzubereiten. Wie ja schon im zweiten Rundbrief angekündigt, sollten die Singapur Sponsoren am Wochenende eintreffen.

Wie immer wurde alles geputzt, das Gelände aufgeräumt und vieles weiteres geplant und  gearbeitet.

Während der Arbeit passierte dann noch ein für mich wirklich aufregendes Ereignis, für alle anderen anscheinend schon normal…

 Auf einmal hatten wir nämlich eine ca. zwei Meter lange Schlange unten am Treppenansatz zum Mädchenschlafsaal. Wir haben sie überhaupt nur bemerkt, weil Ibu Rinas Tochter Febi fast drauf getreten wäre.  Ich habe noch niemanden so schnell rennen wie sie aber es hat sie auf jeden Fall vor dem Biss der Kobra bewahrt.

Nun ja nachdem die Schlange dann von den Jungs erschlagen war, konnte die Arbeit auch weiter gehen.

Am Samstag war die Vorfreude schon groß und als die Gäste dann alle endlich eintrafen war die Stimmung heiter und ausgelassen. Die meisten Gäste waren noch nicht im BKM (Ziel der immer wechselnden Besucher ist, dass möglichst viele neue Menschen das BKM kennenlernen und unterstützen.), sodass es wie immer am ersten Tag es erst einmal eine große Vorstellungsrunde gab. Wobei diesmal nicht nur Familien anreisten, sondern zusätzlich auch 12 Jugendliche im Alter von 14-16 Jahren, das ist natürlich besonders toll für alle BKM Jugendlichen auch Leute in ihrem Alter kennen zu lernen.

 Nach der Vorstellungsrunde hieß es noch gemeinsam die Zeit bis zum Abend genießen.  Das große Wiedersehen gab es dann schon Sonntagmorgen. Zuerst feierten wir gemeinsam einen Gottesdienst, um danach mit ganz viel Programm loszulegen. Die Kinder konnten zum Beispiel Drachen steigen lassen, sich die Gesichter schminken lassen, malen, Nägel lackieren lassen und viele weitere Spiele und Aktivitäten , dies hat allen einen riesigen Spaß bereitet und natürlich musste alles ausprobiert werden. 

Die Männer der Mitarbeiterinnen und die älteren Jungs haben währenddessen den ganzen Tag lang unser Abendessen vorbereitet. Es war ein ganz besonderes Abendessen und zwar ein ganzes gegrilltes Schwein! Morgens  lag es noch lebendig, gutverschnürt auf dem Basketballplatz und abends dann auf unseren Teller. Wer wollte konnte auch beim Schlachten zuschauen und da ich ja schon beim Hund gekniffen habe, durfte ich mir das Ganze diesmal natürlich nicht entgehen lassen. Die Art und Weise des Schlachten ist bestimmt nicht jedermanns Ding, besonders für Vegetarier und Tierschützer nicht wirklich nett anzusehen, aber  ich denke ich könnte es auch nicht besser also was will man machen… lecker war es trotz alledem.

Das vorzügliche Abendessen bestand natürlich nicht nur aus Schwein, sondern es gab auch alle möglichen anderen leckeren Speisen von Krupu über Gemüsefrikadellen und natürlich Obst war alles dabei.

Nachdem alle gesättigt waren, fand in großer Runde dann die alljährliche Talentshow und Disco statt wobei wir als besonderes Highlight eine große Geburtstagsfeier veranstaltet haben, da in beiden Gruppen (BKM und React) viele im April Geburtstag hatten. Auch wiederrum mit leckerem Kuchen und jeder Menge Spaß beim Feiern, Tanzen und Hüpfen.

Bei der diesjährigen Talentshow hab ich mich natürlich auch eigebracht (wenn schon denn schon :P) und habe zusammen mit zwei der Singapur-Jungs, Remy und Enguerrand, Bus-Stop getanzt, den ich ihnen eine halbe Stunde vorher beigebracht hatte. Wie man sich vorstellen kann war das Ganze auf Grund seiner Perfektion und Eleganz ein wirklich sehr interessanter Act, der natürlich für große Erheiterung gesorgt hat.

Und mit dem Ende des Abends, war die gemeinsame Zeit auch schon fast wieder um, denn am Montag, dem letzten Tag, hab wir noch die Zeit bis zum Mittagessen zusammen verbracht. Diese jedoch wurde fleißig genutzt um zumindest zusammen mit den meisten Kinder (manche haben ja noch Schule) einen Großputz im BKM machen. Fenster, Wände Türen, Böden und alles was dreckig war wurde blitzblank geputzt.  Und dann nach dem Mittagessen war es dann auch schon wieder Zeit, Abschied zu nehmen. Dies fällt vielen sehr schwer, da wir immer eine tolle Zeit zusammen haben. Aber es wurden fleißig E-Mail Adressen und Facebook Namen ausgetauscht, sodass auch weiterhin Kontakt gehalten werden kann.


Nach der Abreise unser Gäste, gingen wir unserem normalen Tages und Wochenverlauf nach. Schule, Arbeiten, Spielen, usw. Seit nun ca. 4 Monaten gehört für mich eine neue Aktivität zu meinem Alltag. Ich unterrichte bzw. leite Gesprächs-/Arbeitsgruppen für Deutschstudentinnen (es gibt keine Studenten) an der „Nommensen Universität“ der HKBP. Einige der Studentinnen sprechen schon wirklich gut Deutsch (meistens aus dem 8. Semester). Sie haben von Anfang an fast alle Fächer auf Deutsch und viele von ihnen würden sehr gerne ein Au-Pair Jahr in Deutschland machen. Gemeinsam mit mir versuchen sie ihre Aussprache zu verbessern und Fragen zu klären die aus andern Unterrichtsstunden unklar geblieben sind. Es ist auf jeden Fall eine interessante Abwechslung, auch wenn ich weiterhin sehr froh bin das meine Haupteinsatzstelle mit jüngeren Menschen zu tun hat. :)

Es geht weiter im Mai.

Im Mai gab es kein besonders großes Ereignis. Aber eine jede Menge kleine, alltägliche Dinge, die auch richtig Spaß gemacht haben. Zunächst einmal wurde ich Anfang des Monats von einem jungen Lehrer, Nael eingeladen an einem seiner Englischkurse für Grundschul- und Mittelschul- Kinder teilzunehmen. Der Kurs fand an einem Samstagabend von 17.00 bis 19.00 Uhr statt und wir waren eine wirklich lustige kleine Gruppe. Mit knapp 12 Schülern, mir und Nael. Wir haben zusammen auf Englisch Gesungen, Gebetet und die Kinder haben natürlich mit dem Gast (mit mir) ihr Englischwissen in Dialogen getestet. Nachdem wir den Unterricht beendet haben, wurde noch gemeinsam gegessen und gequatscht. Nael baut seinen Kurs nicht nach einem Prinzip des „schnellen, vielen Lernens“ auf, sondern er versucht hauptsächlich, dass die Kinder und Jugendlichen Spaß an der englischen Sprache haben und dadurch auch gerne schwierige Dinge lernen. Deswegen freut er sich immer wenn er Gäste wie Karolin, Annika (die Freiwilligen der letzten 2 Jahre) und mich einladen kann, um den Kindern eine Motivation und Idee zum Lernen zu geben.

Voraussichtlich wird es auch mit den Kindern ein Wiedersehen Mitte Juni geben, wenn wir einen Lernausflug zum Toba See machen.

Außerdem hieß es im Mai Singapurgäste  4.0. Denn es hatte sich ein Vater mit seinem Sohn aus Singapur angemeldet. Der Grund des Besuchs war natürlich das Kennenlernen der Kinder, aber auch die Besichtigung aller Schränke im BKM. Warum Schränke besichtigen? Weil Douglas, der Junge, für ein Sozialprojekt in seinem Pfandfinderclub, für jedes Kind einen neuen, eigenen Schrank bauen möchte. Für die Materialien hat er Sponsoren gesammelt und wird gegen Ende des Jahres wieder anreisen um die Schränke dann im PKR (dort gibt es eine Werkstatt) zu bauen und ins BKM zu bringen. Eine wirklich tolle Idee, denn einige der Schränke hier sind entweder sehr klein (weil sie geteilt werden müssen) oder einfach schon sehr kaputt.

Ansonsten war der Monat wie schon gesagt einfach ein alltagreicher, entspannter Monat. Wobei ich es natürlich mal wieder geschafft habe mich bei sage und schreibe 25 Grad zu erkälten und zwar so richtig, also bin ich eine Woche schön heiser, mit Schnupfen und Husten durch die Gegend gelaufen. Als die Erkältung dann schon fast wieder weg war, gab es hier ein „Monster-Gewitter“ und wenn ich Monster sage, dann mein ich das auch. Es fühlte sich an wie der Weltuntergang und ob wohl es noch gar nicht so spät war, war der Himmel richtig dunkel, den Donner konnte man im Fußboden spüren und von den Massen an Wasser die vom Himmel gefallen sind will ich gar nicht anfangen. In der ersten Stunde hat es schon richtig stark geregnet, aber man hatte noch nicht das Gefühl zu sterben und da der Fußballplatz voll mit Wasser stand, entschlossen wir uns kurzerhand zu mandi hujan, das ist natürlich Indonesisch und bedeutet im Regen duschen.  ;) Wobei es eher eine Wasserschlacht im Regen glich. Wie ihr euch alle wahrscheinlich vorstellen könnt, war der Regen ziemlich kalt und auch ziemlich nass und da ich ja noch nicht wieder ganz gesund war, haben auch der dicke Pulli und der Schal am Abend nicht geholfen mich vor einer weiteren Woche Erkältung zu bewahren.  Naja selbst schuld, wer ist auch so doof und spielt freiwillig mit Erkältung im Regen. :D

Aber selbst die zweite Woche Erkältung hat sich für den Spaß den wir hatten gelohnt. ;)

Neben meiner Arbeit im BKM habe ich mich in den letzten Wochen ein bisschen auf Deutschland vorbereitet, indem ich mich bei Universitäten beworben habe, sodass ich mich wenn ich wieder zurück bin nicht langweile, sondern auch genug zu tun habe, wie hier im BKM. ;) Was ich noch vergessen habe zu erzählen… Freudiger Weise, haben alle unsere Kinder und Jugendlichen ihr Prüfungen bestanden und können in die höheren Schulen wechseln. Die anderen Kinder, die nur in eine höhere Klasse wechseln schreiben momentan ihre Prüfungen, sodass wir noch auf die Ergebnisse warten müssen. Besonders toll ist das es auch unseren drei ältesten Jungs gelungen ist Sponsoren für die Universität und ihr Studium zu finden. Momentan sind sie (schon seit knapp einem Monat) in Medan und nehmen an einem Intensiv-Vorbereitungskurs teil, um sich auf die Universität vorzubereiten. Sie werden voraussichtlich Ende Juli noch einmal ins BKM zurückkommen.

So ihr Lieben, das war es auch schon wieder mit den neusten Infos der letzten drei Monate.

 

Hier nun nochmal Infos zum neuen Arbeitsplan bzw. meinem Unterrichtsplan im BKM.

 

 

Uhrzeit

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

Samstag

Sonntag

4.20

aufstehen und Mädels wecken

Ausschlafen!

5.00

Andacht

5.00- 6.00

Putzen, Aufräumen, Fertig machen

Aufstehen & Mädels wecken

6.00

Frühstück

Putzen, Aufräume, Fertig machen

6.30

Die Großen gehen zur Schule (SMP/SMA)

7.00

Die Kleinen machen sich fertig für Schule (SD) und Kindergarten (TK)

Frühstück

7.30

Die Kleinen gehen zur Schule

Die Kleinen gehen zur Sonntags-schule

8.00 -13.00

Arbeiten, Entspannen oder Unterricht mit mir:

Alle anderen gehen zur Kirche (10.00 Uhr)

SMP

Unterricht

Gruppe

1 & 2

Unterricht in der Nommensen

 

SMP

Unterricht

Gruppe

1 & 2

 

 

13.00

Mittagessen

13.00 -15.00

Freizeit oder Einzelunterricht mit mir:

Freizeit

14.00

Anggi

 

 

15.00 Johannes

14.00 Monika

15.00 Revika

15.00 – 18.00

Feld- & Hausarbeit oder Gruppenunterricht mit mir:

16.00

SD 2-6 Englisch

ab 16.00

Kreativ sein!

16.00

SD 2-6 Computer

16.00 Spiele Tag!

16.00

SD 2-6 Englisch

16.00

SD 2-6

Biologie/ Erdkunde

Feld- & Hausarbeit

17.00

TK/ SD1

17.00 TK/SD1

17.00 Novenra Einzelunt.

17.00 TK/SD1

18.00 – 19.00

Duschen & Fertig machen

19.00

Abendessen

20.00-21.00

Hausaufgaben & Lernen

21.30

„Bettruhe“ (mehr oder weniger :D)






















 

Ich hoffe es geht euch allen gut. Ich freue mich schon euch alle wieder zusehen, denn der nächste Rundbrief, den ihr von mir bekommt wird ja schon der Letzte sein. Bis dahin alles Gute und bis bald.

Eure Nele

 
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...

Autor: Nele | Datum: 06 Juni 2013, 07:42 | Kommentare deaktiviert

Hallo ihr Lieben...

Ich wollte mich nur zwischendurch mal melden...ist ja schon was länger her.  Bei mir ist alles gut ich genieße meine Zeit hier, arbeite viel und schreibe nebenbei Unibewerbungen. Außerdem bin ich im Moment dabei fleißig den 3. Rundbrief fertig zu schreiben damit er dann auch bald bei euch ankommt. :)

Bis dahin alles Liebe :)

 

 

Schlangen, Schweine und weiterer Besuch :P

Autor: Nele | Datum: 04 Mai 2013, 05:42 | Kommentare deaktiviert

Hallo ihr Lieben Smile

Jetzt ist aus dem „ in der nächsten Woche schreibe ich über das Neuste“ doch im Laufe der nächsten Wochen  geworden. Entschuldigt.

Also los geht’s! Nachdem ich den letzten Rundbiref geschrieben hatte ging es folgendermaßen weiter bei mir…:

Als ich vom Gender-Seminar, auf dem ich ja als Steward gearbeitet hatte, wieder im BKM war ging der normale Alltag weiter, wobei schon ein neues Ereignis stattfinden sollte…

Ende März genauer gesagt  am 23 März ist nämlich meine Mutter in Medan gelandet um mit mir zwei Wochen Urlaub zu verbringen, bzw. natürlich auch meine Einsatzstelle und alle meine Kids kennen zu lernen.

Trotz der 2 Stunden Verspätung, kam sie gesund und munter am Flughafen an und ich habe mir wirklich sehr gefreut sie nach so langer Zeit wieder zu sehen.

Von Medan aus ging es dann erst einmal Richtung Siantar zu Lertinas Haus. Aber viel Ausruhen gab es dann nicht für meine Mutter, denn am Sonntagmorgen ging es dann auch schon direkt in s BKM, sie musste ja alles sehen und jeden kennenlernen. Smile Die für alle mitgebrachte Schokolade, sowie die vor Ort frisch gebackenen Waffeln, wurden direkt verputzt, scheinen also ganz lecker gewesen zu sein. Tongue out

Im Laufe der darauf folgenden Tage haben wir uns die Umgebung von Siantar angeguckt, die Kirchenleitung getroffen und sind zusammen mit Lertina natürlich zu einem der Highlights Sumatras gefahren, dem Toba See, obwohl ich schon ca. 8 mal dort war ist der Toba See immer wieder eine großer Höhepunkt auf den Ausflügen.

Danach hieß es dann abschied nehmen von Sumatra, zumindest für einen Moment Wink, da wir für ein paar weitere Tage nach Bali geflogen sind, von wo wir dann auch die Gili-Inseln besucht haben. Es war wirklich sehr schön dort und wir konnten die Zeit, obwohl sie wirklich unglaublich schnell umging, genießen. Wir haben viel entspannt, lecker gegessen, Sonnenuntergänge geguckt und die tollen Strände genossen. Nach knapp zwei Wochen war der Urlaub dann auch schon wieder vorbei und meine Mutter musste wieder nach Hause fliegen. Ich habe sie noch zum Flughafen gebracht und bin dann selbst auch wieder nach Siantar gefahren.

Es war wirklich toll, das ich zumindest einen kleinen Aspekt meiner Zeit hier mit ihr teilen konnte, da es meiner Meinung nach immer einfacher zu verstehen und mitzuerleben ist, wenn man auch mal vor Ort war und nicht nur alles aus Erzählungen hört.

Und insgesamt war es natürlich richtig richtig schön, wir haben viel gelacht und es war als wären wir ne getrennt gewesen Smile 

Wieder Zuhause angekommen gab es die erste Wochen dann wieder die alltägliche Arbeit, wobei sich der Zeitplan ein bisschen umgestellt hat, da die Kinder die in eine höhere Schule wechseln, d.h. von Grundschule in Mittelschule oder Mittelschule in Oberschule, ihre Klausuren geschrieben haben und somit viel gelernt werden musste. Als die Klausuren fertig geschrieben waren, hieß es für die meisten dann auch Ferien (die, die in die Oberschule wechseln haben sage und schreibe fast 3 Monate Ferien!). Das tolle war, dass ich mich jetzt morgens nicht mehr langweilen muss, weil die älteren ja alle hier sind. Ein bisschen doof ist erstens, dass sie durch die Ferien auch mehr hier im BKM arbeiten müssen sodass in letzter Zeit leider der Unterricht sehr oft ausfallen musste aber ich haben den Zeitplan schon ein bisschen geändert und werde ihn mit den Anderen Mitarbeiterinnen besprechen, sodass auch der Unterricht für die Älteren stattfinden kann. Zweites, das ist weniger doof, sondern eher anstrengend, ist, dass ich jetzt da immer jemand hier ist, die freie Zeit die ich morgens sonst für mich hatte wegfällt und oft sehr müde bin, aber das ist nicht weiter schlimm denn es macht ja immer Spaß mit den Kids.

Aber zurück zum Verlauf Tongue out… In der letzten Woche gab es dann auch wieder viel vorzubereiten, da sich die Singapur Sponsoren, die wichtigsten und längsten Unterstützer des BKMs, für das Wochenende vom 27.4 bis 29.4 angekündigt hatten. Bei den Vorbereitungen ist dann eine spannende bzw. auch irgendwie furchteinflößende Sache passiert… Wir hatten nämlich auf einmal eine ca. 2 Meter lange Schlange (laut der Kinder eine Kobra)unten an der Treppe zum Mädchenschlafsaal. Das war gar nicht lustig, bemerkt haben wir sie überhaupt nur weil Ibu Rinas Tochter Febi, die Treppe herunter ging und auf einmal genau über der Schlange stand. Ich habe noch nie jemanden so schnell rennen sehen, aber nur so hatte sie das Glück dem Biss der Schlange zu entkommen. Einige der Jungs wurden schon mal von Schlangen wie dieser gebissen, jedoch von kleineren, noch nicht ausgewachsenen, diese wäre mir Sicherheit tödlich gewesen, zumindest für die kleine Febi. Die Jungs haben sie dann mit Stöcken und Steinen von den Aula-Tischen aus erschlagen.  Naja aber genug von den Horrorgeschichten sonst habt ihr nachher noch Angst um mich. Laughing

Am darauf folgenden Tag war es dann schon so weit, die Gäste aus Singapur kamen an, wobei sie diesmal nicht wie Anfang des Jahres nur mit Familien kamen, sondern Familien und 12 Jugendlichen, im Alter von 14-16 Jahren, mitbrachten. Es ist immer ein großer Spaß wen die Leute aus Singapur da sind, alle haben gute Laune es wird viel Gelacht und die Zeit wird richtig genossen. Schade eigentlich, dass es immer nur 23 Tage sind. Nun ja Samstag jedenfalls, war wie immer großes Kennenlernen angesagt, da die meisten Gäste noch nicht im BKM waren (es werden immer neue Leute mitgebrach, sodass  viele Menschen das BKM kennen lernen und unterstützen).

Am Sonntag gab es dann ganz viel Programm, wie zum Beispiel Drachen steigen lassen, Gesichter schminken, malen, Nägel lackieren (was nicht nur bei dem Mädels gut ankam sondern auch bei den meisten Jungs Tongue out) und viele weitere Spiele und Aktivitäten. 

Den ganzen Tag lang haben dann die Männer der Mitarbeiterinnen und die älteren Jungs unser Abendessen vorbereitet. Aber kein normales Abendessen, sonders BBQ! Und das ganz besondere war, es gab ein ganzes Schwein. Morgens noch lebendig, abends auf dem Teller. Die Art und Weise des Schlachten ist bestimmt nicht jedermanns Ding, besonders für Vegetarier und Tierschützer nicht wirklich nett anzusehen, aber  ich denke ich könnte es auch nicht besser also was will man machen… lecker war es trotzdem. Laughing

Nachdem vorzüglichen Abendessen in großer Runde fand dann die alljährliche Talentshow und Disco statt wobei wir als besonderes Highlight eine große Geburtstagsfeier veranstaltet haben, da in beiden Gruppen BKM und React viele im März Geburtstag hatten. Auch wiederrum mit leckerem Kuchen und jeder Menge Spaß beim Feiern, Tanzen und Hüpfen. Tongue out

Am Montag, dem letzten Tag, hab wir dadurch, dass die meisten Kinder ja Ferien haben, zusammen einen Großputz im BKM gemacht, Fenster, Wände Türen, Böden und alles was dreckig war wurde blitzblank geputzt.  Und dann nach dem Mittagessen war es auch schon wieder Zeit Abschied zu nehmen was vielen sehr schwer fällt, da wir immer eine tolle Zeit zusammen haben. Aber es wurden fleißig E-Mail Adressen und Facebook Namen ausgetauscht, sodass auch weiterhin Kontakt gehalten werden kann. Ich persönlich werde wahrscheinlich auf der Rückreise nach Deutschland, beim Zwischenhalt in Singapur, noch einmal bei der „Gründer“-Familie vorbeischauen und mit den Kindern (Skye, Jasper, Remy, die ich jetzt alle kennen gelernt habe) losziehen. Smile

Joa das war es dann auch schon wieder mit den Neusten Infos, ach nein da hab ich doch noch was vergessen…

Neuerdings unterrichte ich nämlich in der „Nommensen Universität“ der HKBP (einer anderen Kirche) eine Gruppe Deutschstudentinnen. Wir führen Gesprächsrunden und tragen Referate vor, um die Aussprache zu verbessern. Es ist eine andere aber auch interessante Erfahrung. Das Lustigste ist, dass ich immer als Dozentin angesprochen werde. Laughing

Ansonsten geht die Zeit irgendwie schon ziemlich schnell um, sodass mir jetzt nur noch knapp 3 ½ Monate bleiben bis ich wieder nach Deutschland zurück fliege (und jeden Tag ist es einer weniger Surprised). 

Aber bis dahin heißt es für mich wie immer Englisch unterrichten, bei Hausaufgaben helfen, kochen, putzen, Wäsche waschen,  die großen Tränen bei den Kleinen trocknen, ganz viel spielen, neue Spiele lernen und natürlich immer noch die ganze Zeit verlieren, auf den Feldern arbeiten und vieles vieles mehr… Smile Außerdem natürlich die Zeit genießen und so viel wie möglich draus machen. Smile

Nebenbei bewerbe ich mich übrigens ab jetzt bei den Unis, sodass auch Deutschland immer häufiger in meinem Kopf rumschwirrt, also ein großer Zwiespalt zwischen meinen zwei tollen Leben und Lieben hier und dort. Aber keine Sorge, ich denk viel an Euch und freu mich auf jeden Fall  schon sehr, trotz meiner unglaublich tollen Zeit hier, Euch alle dann wieder zu sehen und wieder bei mir zu haben.

 

Hab euch lieb bis demnächst  Wink

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Rundbrief Nr 2. auch hier im Blog

Autor: Nele | Datum: 07 April 2013, 12:32 | Kommentare deaktiviert

erstmal eine ganz große Entschuldigung dafür, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe. Hier jetzt schon mal der 2. Rundbrief und im Laufe der nächsten Woche dann auch neue Infos.

 

 

Hallo :)                                                                                                                   10.03.2013

 

Als ich vor kurzem in den Kalender schaute stellte ich mit Überraschung fest, dass es schon wieder Zeit ist den 2. Rundbrief zu schreiben. Und somit wurde mir auch deutlich, dass wirklich schon Halbzeit ist. Diese ersten 6 Monate sind unglaublich schnell vergangen… Ich habe viele neue Erfahrungen gemacht und hatte neben wenigen schlechten Tagen, viele lustige und schöne Tage.

Und davon möchte ich euch jetzt noch ein bisschen mehr erzählen…

 

Dezember – März: Was ist passiert?

Den ersten Rundbrief hab ich ja mit dem ersten Dezember abgeschlossen und deswegen gibt’s auch noch ein paar Infos aus 2012.

Unsere Weihnachtsfeier im BKM am ersten Dezember war der Anfang eines großen, langen Weihnachtsfeiermarathons. Und das hieß jede Menge Arbeit, Stress, wenig Schlaf, aber dafür tagsüber auch jede Menge Spaß, Kuchen und Geschenke für die Kinder.

Entweder bekamen wir Besuch von Firmen, Familien oder Einzelpersonen oder  wir wurden zu Weihnachtsveranstaltungen eingeladen. Manchmal kam auch Beides vor, sodass wir uns in zwei Gruppen aufteilen mussten.  An einem Tag gab es sogar vier unterschiedliche Gästegruppen, was eine Unmenge an Kuchen und Süßigkeiten mit sich brachte, dass war für die Kinder natürlich besonders toll  (Dazu spenden die Gäste auch oft Grundnahrungsmittel oder Geld für das Kinderheim). Außerdem wird wenn Gäste kommen immer zusammen gesungen, Gottesdienst gefeiert und gemeinsam Zeit verbracht, denn auch das gehört dazu und ist immer eine schöne Erfahrung.

Neben den ganzen Besuchen, hat aber eine lange Zeit auch noch die alltägliche Arbeit und natürlich Schule stattgefunden, denn Ferien gab es erst ab dem 24 Dezember.

 Eine der alltäglichen Arbeiten, die mir wirklich Spaß bereitet hat, schweißtreibend ist  und mir zudem einen Sonnenbrand verpasst hat,  war, innerhalb von zwei Tagen drei Maisfelder von Hand ab zu ernten, was bei 35 Grad wirklich ziemlich anstrengend ist. Aber nachdem ich dann gelernt hatte, dass die Nadel zum Öffnen der Maiskolben gebraucht wird und nicht dazu da ist sich den Finger auf zu schlitzen, war das Ganze wirklich ganz lustig, aber eben auch ziemlich mühsam.

 

Neben den vielen Besuchen mit den BKM-Kids zusammen, war ich an einem Abend alleine eingeladen an der Jugendweihnachtsfeier der GKPS teilzunehmen. Was eine interessante Mischung aus Gesangswettbewerb und Vorführungen, sowie einfach zusammen sitzen und ein bisschen quatschen war.  Besonders schön für mich, dass auch mal Menschen in meinem Alter dabei waren, wie zum Beispiel Delmi die ich schon in Berastagi als Mit-Steward kennen gelernt hatte.

 

Ein Weihnachtshighlight war eine weitere Großveranstaltung im BKM, denn wir feierten mit insgesamt sieben unterschiedlichen Kinderheimen und weiteren Gästen (insg. 500/600 Personen) am 27. Dezember ein weiteres Mal Weihnachten. Das Ganze wurde auf dem BKM-Fußballfeld ausgerichtet, sodass fleißig und viel dafür vorbereitet wurde. Also gab es zum Beispiel einen neuen Anstrich für das Kinderheim (der aber auch so geplant war). Außerdem Bambusbrücken für unsere Wassergräben, denn in den anderen Heimen gibt es auch Kinder, die im Rollstuhl sitzen oder auf Krücken gehen und nicht über unsere anderen Brücken hätten fahren können, und vieles vieles mehr.

 

Das Fest selber war ein richtiger Erfolg, mit allen seinen Aufführungen aus jedem der Kinderheime, den Ansprachen und dem gemeinsamen Mittagessen. Zur Feier des Tages hatte ich natürlich wieder meine traditionelle Kleidung (Kebaja und Sarong) an und war sogar mit Ibu Rina in den Salon gegangen um mir auch die Haare traditionell hochstecken und Make-Up machen zu lassen. Besonders die Haare und das Make-Up sind super angekommen, denn das Kompliment, das ich immer zu hören bekam war, „Wow, du siehst aus wie Barbie!“, wobei ich mich auch wie Barbie fühlte, es aber selbst nicht so schön fand. :D Aber mein Gott, man probiert ja alles Mal aus. :)


Die restliche Zeit des Jahres verging wie im Flug. Silvester wird eigentlich wie bei mir Zuhause in Deutschland gefeiert, nur, dass ich durch meine Chaos-Jungs J immer vor auf mich abgeschossenen Mini-Raketen und Böllern flüchten musste. Am 31. Abends haben wir gemeinsam Abendessen gekocht bzw. gegrillt, denn es gab Schweinefleisch in einer Art BBQ-Sauce natürlich mit Reis ;). Nachdem das verputzt war, hieß es warten, warten, warten und um die Zeit ein bisschen zu verkürzen, wurden die letzten Vorräte (letzte Vorräte: UNMENGEN!)  an Süßigkeiten, Schokolade und selbst gebackenen Neujahrskuchen (super lecker! Ich bring das Rezept mit ;) ) genossen.

Um 12 Uhr haben wir dann noch weitere Raketen abgeschossen und natürlich Wunderkerzen angezündet. Um unsere Feier zu beenden, haben wir gemeinsam für das Kinderheim im neuen Jahr gebetet.


Am 1. Januar 2013 sind wir gemeinsam mit Ibu Merti zum „Timuran“ gefahren, Timuran ist eine Art Schwimmbad, wobei es eigentlich eher eine riesiger Park ist mit Shops, Sitzplätzen, Restaurants bzw. keinen Buden und natürlich den Schwimmbecken. Die Becken sind jedoch nicht gepflastert, also eher wie eine Art Mini-See.

Die Aktion hat den Kindern und auch mir gigantischen Spaß bereitet und trotz des ganzen Wasser, das ich beim „Döppen“ geschluckt habe, hatte ich nachher keine Magenprobleme, was bei der Sauberkeit des Wassers (und meiner Magenanfälligkeit) wirklich ein Wunder war. :D

 

Der Abend bzw. die Rückfahrt war dann weniger lustig, da wir mit knapp 40 Leuten im „Ancot“ (Minibus) saßen und leider durch ein Monster-Gewitter fahren mussten. Das wäre ja nicht weiter schlimm gewesen, wenn wir nicht immer wieder rückwärts die Hügel runtergerutscht wären. So  hieß es nämlich im strömenden Regen aussteigen und anschieben bzw. nachher wieder aufspringen.

Nach gefühlten fünf Stunden Fahrt kamen wir dann auch im BKM  klitsch  nass an und hatten uns alle ein bisschen Erkältet, was aber zum Glück bei den Temperaturen tagsüber, hier schnell wieder weg  geht. ;)

 

Am Wochenenden darauf war ich dann gemeinsam mit Lertina und dem Generalsekretär der GKPS, sowie allen dort MitarbeiterInnen des Büros, inklusive Familien, am Toba See, um gemeinsam das neue Jahr zu feiern. Das Ganze erinnerte sehr an die Veranstaltung an meinem ersten Wochenende, mit Paul und seiner Familie, die übrigens auch dabei waren, nur das wir noch besseres Wetter hatten und ich natürlich jetzt schon Indonesisch reden kann. :D  Wir haben viele Spiele gespielt, wie Luftballontanzen und ähnliches, aber mein Highlight war definitiv das Ehepartner-Lippenstift-Spiel. Dabei hat der Mann die Augen verbunden und muss seiner Ehefrau den Lippenstift richtig auftragen. Die Ergebnisse waren zum Teil wirklich erstaunlich gut, aber eben auch zum Teil unheimlich schlecht und damit die große Belustigung für alle Zuschauer.

 

Ansonsten ging dann auch wieder der Alltag los, denn irgendwann sind Schulferien auch vorbei  und auch ich unterrichte wieder im BKM.

 

Wie die meisten wahrscheinlich wissen, bin ich Mitte Januar auf mein Zwischenseminar nach Malang geflogen, Malang liegt auf der Insel Java. Das Seminar war eine richtig schöne Zeit, einfach mal wieder ein bisschen unter anderen Deutschen zu sein, Deutsch zu reden und sich über die ersten fünf Monate auszutauschen. Wir waren eine ziemlich gute Gruppe und ich hab viele neue, tolle Leute kennen gelernt. ;)  Und auch unsere Diskussionsrunden, Einzelgespräche und die Unterhaltungen außerhalb des Programms waren wirklich interessant und hilfreich, um Dinge vielleicht auch mal aus einer anderen Sicht zu sehen.

Außerdem gab es aus der Heimat eingeflogene Schokolade, Käse, Pumpernickel und METTWÜRSTCHEN, wobei ich glaube, dass diese schon ein bisschen sauer geworden waren, naja egal wir haben sie trotzdem gegessen und genossen. :P Vielen Dank Mama & Papa! ;)

 

So hatte ich die Möglichkeit auf dem Seminar neue Kraft für meine Arbeit zu sammeln. Außerdem habe ich mich wieder richtig auf das BKM und die Kinder gefreut, auch wenn dieses Seminar ein bisschen Sehnsucht nach zuhause geweckt hat. Aber das gehört halt auch irgendwie dazu. Es ging also  weiter mit unterrichten und ganz normalem Alltag.

Mitte Februar gab es dann wieder ein bisschen extra Arbeit, denn wir erwarteten Gäste aus Deutschland und Singapur. Dafür musste wieder viel vorbereitet werden. Es wurde fertig gestrichen, Rasen gemäht, geputzt und vieles mehr. Außerdem habe ich eine Fotodekoration gebastelt, um die Jahre der Zusammenarbeit zwischen den Sponsoren/Besuchern und dem BKM zu präsentiere, das hat eine Menge Zeit gekostet, aber den Gästen hat es auch auf jeden Fall gefallen.

Die Gäste aus Singapur von der Organisation „React“ (sie sind schon Partner seit das Kinderheim existiert (2004)), kamen samstags an. Wir haben gemeinsam gegessen und einen Workshop zum Thema „TrafficWear“ gemacht, ein Projekt einer der Besucherinnen. Hierbei geht es um Kleidung und Schmuck mit Straßenschildersymbolen, die umgestaltet sind und eine andere Aussage haben, wie zum Beispiel ein Damen-/Herren-Toiletten-Symbol mit der Bedeutung: Ich bin eine starke Frau/ein starker Mann. Die Kinder mussten selber Schilder umgestalten und ihnen neue Bedeutungen geben. Ich habe geholfen zu übersetzten und wir waren alle begeistert wie gut diese Aktion funktioniert hat! Danach haben wir nur noch gespielt und dann sind die Gäste auch wieder ins Hotel gefahren. Am nächsten Tag war der große Show-Tag, denn wir hatten eine Talentshow vorbereitet. Auch die Gäste aus Deutschland waren nun eingetroffen, sodass wir eine große Zuschauergruppe hatten. Alle hatten eine Menge Spaß es wurde gesungen, getanzt, Reden gehalten und geschauspielert. Ein großer Erfolg!

Die Gäste aus Deutschland waren dann wieder relativ schnell weg aber den Rest des Tages haben wir dann gemeinsam mit den Singapur-Gästen verbracht und am Abend gab es noch eine Fotopräsentationen mit allen Bildern der gemeinsamen Zeit und einer Disko, die wirklich extrem ausgelassen und anstrengend war, sodass wir alle geschafft in die Betten gefallen sind. Am Montag sind wir dann nur noch zum Zahnarzt gegangen und hatten eine Besprechung, da die Kinder ja alle in der Schule waren. Für mich persönlich war es auch eine schöne Zeit, da die beiden Söhne der Leiterin in meinem Alter waren und ich somit auch mal wieder ein bisschen mit jemandem quatschen konnte der in einer ähnlichen Situation ist.

Und das Tolle für uns alle ist, dass die Singapur Gäste mit einer Gruppe Jugendlichen schon wieder im April vorbei kommen! J 

Nach dem Abflug der Gäste war erst mal nicht mehr spezielles los, was aber auch ganz entspannt ist einfach mal ein bisschen Zeit alleine mit meinen Kids zu haben ohne sie teilen zu müssen. :P

Anfang März wurde ich dann von meinem Ephorus, auf Anfrage der UEM-Asia auf ein Seminar geschickt um dort für eine Woche wieder als Steward auszuhelfen. An sich war auf dem Seminar nicht viel los und die Arbeit hielt sich auch in Grenzen aber dafür war das Thema des Seminares eigentlich sehr interessant. Das Seminar stand unter dem Thema „Gender Studies - Towards a Community of Women and Men“.  Erstens interessiere ich mich persönlich sehr für Themen der Gender Equality und zweitens war es spannend einen Einblick zu bekommen, wie die Kirchen des Asiatischen Kontinentes sich mit diesem Thema beschäftigen und wie die derzeitige Situation in ihren Gemeinden und ihrer Gesellschaft ist.

Besonders eindrucksvoll war auch der Besuch im „Women Crisis Center – Sopou Damei“ (WCC) der GKPS, also meiner Kirche. Das Center ist eine Hilfsstelle für Frauen, die zum Beispiel häusliche Gewalt oder jegliche andere Form von Gewalt erfahren bzw. erfahren haben. Im WCC wird den Frauen geholfen, sie werden von ihrer Ankunft an bis hin zu eventuellen Prozessen oder ähnlichem begleitet und unterstützt. Des Weiteren versucht das Center die Gesellschaft durch Seminare und Workshops über das Problem der Gewalt gegenüber Frauen und Kindern aufzuklären.

Zwei junge Frauen teilten mit uns ihre Erfahrungen und es war wirklich sehr traurig und schrecklich was ihnen und ihren Kindern passiert ist, die beiden Frauen haben wirklich viel Kraft bewiesen und einer der beiden Ehemänner sitzt zur Zeit auch schon im Gefängnis.

 

Nach dem Seminar  ging es wieder zurück ins BKM, das ich echt vermisst habe. Und jetzt sitze ich auf meinem Bett und schreibe diesen Rundbrief….

 

Jedoch möchte ich nicht nur über den Ablauf meiner Monate hier berichten, sondern auch ein bisschen Anderes erzählen.

Und zwar würde ich gerne etwas mehr über meine Kinder, ihre Herkunft, ihre Hintergründe und ihre Zukunft berichten.

 

Wie ich ja schon im ersten Rundbrief geschrieben hatte, leben im Moment 36 Kinder ( 3 Uni/ Krankenschwesterschule) im Kinderheim.

 

Herkunft – Aus welchen Völkern und Regionen stammen die Kinder?

Knapp die Hälfte aller Kinder kommen aus Nias und leben nun schon seit neun Jahren (seit das BKM existiert) hier in Siantar im Kinderheim.

 Die Insel Nias gehört zu Indonesien und liegt 125 km vor der Westküste Sumatras im Indischen Ozean. In den Jahren 2004 und 2005 kam es zu Erdbeben der Stärke 8 und 9, die jeweils Tsunamis ausgelöst haben. Bei diesen Tsunamis kamen in beiden Jahren viele Menschen um Leben und viele Wohnhäuser wurden zerstört (2005: in Gunungsitoli wurden bis zu 80 %der Gebäude zerstört).

Auf Grund dieser Tsunamis kamen die Eltern der Kinder um, waren verschollen oder einfach von ihren Kindern getrennt, sodass Sie im BKM untergebracht wurden.

 Des Weiteren leben im BKM Kinder aus den Batak-Völkern, genauer gesagt Toba-Batak und Simalungun-Batak.

 Das Volk der Batak gliedert sich nach Sprache und Kultur in sechs Volksgruppen. Dabei gibt es zwei Hauptgruppen:

Der südlichen Gruppe werden die Toba-, Angkola- und Mandailing-Batak zugeordnet. Die Pakpak- und Karo-Batak fasst man als Nordgruppe zusammen.

Die Simalungun-Batak, die rundum Pematang Siantar siedeln, nehmen eine Zwischenstellung ein. (meine Kirche; sowie mein Indonesische Nachnahme „Munthe“ gehörten zu den Simalungun-Batak.

In der heutigen Zeit, ist die größte Gruppe das Toba-Volk, das um die südliche Hälfte des Toba Sees und auf Samosir siedelt.

Die Karo leben nördlich des Sees im Hochland von Kabanjahe und Berastagi.

Die Angkola, und  Mandailing sind größtenteils Muslime und haben viele Bräuche aufgegeben, alle anderen Batak-Völker sind mehrheitlich Christen und haben viele alte Traditionen bewahrt.

Im Toba-Hochland leben insgesamt ca. 4,9 Millionen der insgesamt 6 Millionen Batak. Jedoch ziehen immer mehr aus wirtschaftlichen Gründen in die Hauptstadt von Nordsumatra, Medan, wo bereits etwa 20.000 bis 30.000 Batak leben. Des Weiteren leben Sie auch in Jakarta und in anderen großen Städten Sumatras und Javas.

Und ein Mädchen kommt aus dem Volk der Sundanesen.

 Die Sundanesen sind eine Ethnie mit ca. 30,9 Millionen Mitgliedern, die im westlichen Teil der Insel Java leben. Die meisten von ihnen sind Muslime. Sie sprechen sundanesisch, die in Indonesien zweithäufigste Sprache.

 

Gründe – Warum leben die Kinder im BKM?

Es gibt verschiedene Gründe warum die Kinder hier im BKM leben. Natürlich zunächst einmal die Tsunamis auf Nias. Weitere Gründe sind zum Beispiel Misshandlung, Missbrauch, Scheidung oder auch wenn die Eltern nicht die Möglichkeit haben die Kinder zu versorgen. Bei den Kindern aus Nias und auch einigen anderen, deren Eltern oder Verwandte noch leben, besteht oft die Situation, dass diese die Kinder im Kinderheim lassen, weil sie nicht die Mittel haben ihre Kinder zu ernähren oder auch zur Schule zu schicken. Sie wissen, dass ihre Kinder im Heim gut aufgehoben sind und voll versorgt werden. Wiederum gibt es andere Familien, in denen die Kinder abgeschoben werden, weil nach der Scheidung keiner die Kinder bei sich haben will oder auch weil der neue Partner die Kinder nicht akzeptiert.

 

Gesellschaft – Wie ist der Umgang der Gesellschaft mit Kindern aus dem Kinderheim?

Auf diese Frage kann ich nur mit den Erfahrungen antworten, die ich in den ersten 6 Monaten gemacht habe, also kann man dies nicht verallgemeinern.

Natürlich gibt es unterschiedliche Reaktionen und Einstellungen gegenüber Kinderheimkindern.

Aber meinen Erfahrungen nach, haben viele Menschen ein positives Bild von den Kindern und gehen gut mit ihnen um. So ist mir aufgefallen wie herzlich die meisten Gäste den Kindern gegenüber sind.

Als Beispiel vielleicht: Wir hatten eine Familie zu Besuch und die Frau entschuldigte sich viele Male, dass sie schon lange nicht mehr zu Besuch gewesen waren, doch das eigentlich ergreifende war, dass sie anfing zu weinen weil sie nun endlich wieder zu Besuch war; die Kinder gehören für sie zu ihrer Familie dazu.

Und es war auch für die Kinder in dieser Situation nicht wichtig was sie ihnen mitgebracht hatte, es war einfach toll sich wieder zu sehen.

Oder auch die Gäste die jedes Jahr kommen, wie die Sponsoren aus Singapur, ihnen geht es nicht darum, die Kinder mit materiellen Dingen zu überschütten, sondern sie zu unterstützen und sie auf ihrem Weg zu begleiten.

Jedoch gibt es auch Situationen in denen ich ein sehr negatives Bild den Kindern gegenüber erfahren habe. Es war der 24.12.12 und wir waren in der Kirche bei einem Weihnachtsgottesdienst. Am Ende des Gottesdienstes stellte sich heraus, dass einer Frau ihr Portmonee geklaut worden war. Und als sie feststellte, dass unsere Kinderheimkinder hinter ihr saßen, beschuldigte sie diese sofort, obwohl sie zuvor gesagt hatte, sie hätte nicht gesehen wer das Portmonee geklaut hat. Das Ganze artete dann so weit aus, dass wir letztendlich zwei Stunden länger in der Kirche saßen und  alle unsere Kinder einzeln befragt wurden, alle anderen Kinder und Jugendlichen der anderen Familien nicht.

In der Zwischenzeit ist das Portmonee dann auch leer hinter der Kirche aufgetaucht und der Kirchenleitung, die die Diskussion, die im inneren der Kirche geführt wurde, und die Befragung leitete, wurde berichtet wer der eigentliche Täter war und es nicht eins unserer Kinder gewesen war. Und selbst als die Familie der Frau dies erfuhr, gab es keinerlei Entschuldigung gegenüber dem Kinderheim, sie waren immer noch fest davon überzeugt, dass es jemand aus dem BKM gewesen sein musste und wir versuchten das Ganze jemand anderem in die Schuhe zu schieben.

Die Kirchenleitung jedoch entschuldigte sich für die Anschuldigungen und die Befragung.

 

Aber so sieht man, dass es alleine im direkten Umfeld der Kinder, unterschiedliche Einstellungen der Gesellschaft gibt. Ich bin mir sicher, dass man für jedes Land sagen kann, dass es geteilte Meinungen und Gefühle gegenüber Kinderheimkindern gibt und so denke ich gilt es auch für Indonesien. Es wird viele Menschen wie unsere Gäste und Unterstützer geben, die sich freuen wenn sie Kinder wie die Unseren treffen und Zeit mit ihnen verbringen können. Ebenso wird es Menschen geben, die Abstand halten und nicht wollen, dass die Kinder ihnen zu nahe kommen.

Meiner Meinung nach sollte man keinen Unterschied, zwischen Kinderheimkindern und Kindern die in ihren Familien aufgewachsen sind, machen. Man sollte sie alle unterstützen, erst recht wenn sie schreckliche Dinge erlebt haben und/ oder ihre Familien verloren haben.

 

Chancen – Welche Chancen haben die Kinder in ihrer Zukunft?

Durch die Aufnahme ins Kinderheim, wird den Kindern auf jeden Fall die Möglichkeit geboten, Kindergarten (TK), Grundschule (SD), Mittelschule (SMP) und Oberschule (SMA) zu besuchen.

 

Danach wird es etwas schwieriger, denn das BKM hat nicht genug Geld um allen Kindern ein Studium zu finanzieren. Momentan studiert einer unserer Jungen in Medan an der Universität Theologie. Er wird durch unsere Sponsoren aus Singapur finanziert. Und dies ist auch die einzige Möglichkeit, die die Kinder haben um zu studieren. Sie brachen Sponsoren. Im nächsten Jahr sind es drei weitere Jungen, die die Schule beenden. Ich vermute, dass sie noch Sponsoren finden, aber es könnte in ein paar Jahren schwierig werden wenn alle, die jetzt in der Mittelschule (SMP) sind die Schule abschließen, dann sind es nämlich knapp 10 Jugendliche gleichzeitig.

Wenn sie nicht den Weg des Studiums einschlagen, gibt es natürlich andere Möglichkeiten zu arbeiten. Wie die beiden Mädchen die zur Krankenschwester ausgebildet werden. In wieweit und von wem die Beiden finanziert werden weiß ich jedoch nicht genau.

Ansonsten gibt es das PKR, ein weiteres Zentrum der GKPS, in dem Jugendliche unterstützt werden und in Handwerklichen und Dienstleitungsberufen ausgebildet werden, wie zum Beispiel FriseurIn, SchreinerIn und MechatronikerIn.

Wie es nach der Ausbildung oder dem Studium aussieht, kann man bis jetzt noch nicht sagen, da die drei Jugendlichen, die ersten aus dem Kinderheim sind. Da das BKM ja erst 9 Jahre alt ist, fehlt in dieser Hinsicht noch die Erfahrung.

 So das war es auch schon wieder von mir. Ich bedanke mich ganz herzlich bei euch für euer Interesse und eure Unterstützung  meines Freiwilligendiensts, für die Briefe, Postkarten und Päckchen die in den letzten Monaten eingetroffen sind. Es kommt mir vor als ob die Zeit davon rennt, denn es ist gar nicht mehr lange bis ich wieder nach Deutschland fliege. Aber ich möchte die Tage ja nicht abzählen also wünsche ich euch jetzt nur noch allen das Beste. Bis bald. Ihr hört von mir.

eure Nele

 


 

ein bisschen Heimat

Autor: Nele | Datum: 06 Februar 2013, 06:03 | Kommentare deaktiviert

Hallo ihr :)

Nun seit langem mal wieder was von mir ;) 

Wie die meisten wahrscheinlich wissen, bin ich mitte Januar aufs Zwischenseminar nach Malang geflogen, Malang liegt auf der Insel Java. Das Seminar war eine richtig schöne Zeit, einfach mal wieder ein bisschen unter anderen Deutschen zu sein, Deutsch zu reden und sich über die ersten 5 Monate auszutauschen. Wir waren eine ziemlich gute Gruppe und ich hab viele neue, tolle Leute kennen gelernt. ;)  Außerdem gab es aus der Heimat eingeflogene Schokolade, Käse, Pumpernickel! und METTWÜRSTCHEN, wobei ich glaube das die schon ein bisschen sauer geworden waren, naja egal wir haben sie trotzdem gegessen und genossen. :P Es fühlte sich wirklich an wie ein bisschen Heimat, ein bisschen Deutschland in Indonesien.

Nach dem Seminar ging es dann in meinen Urlaub nach Bali zusammen mit den anderen Freiwilligen. Der Urlaub war auch wirklich wunderschön und entspannend eine angenehme Abwechslung zum Kinderheimalltag, denn dort fahren die öffentlichen Verkehrsmittel auch nach 16 Uhr. ;)

Sonne, Strand und Meer und auch mal wieder surfen, was wundersamerweise und zu meiner großen Freude auch noch funktioniert hat! :)

Naja, jedenfalls bin ich nun seit Sonntag wieder im BKM und freue mich wieder auf meine Arbeit, auch wenn dieses Seminar und der Urlaub ein bisschen Sehnsucht nach zuhause geweckt haben. Aber das gehört halt auch irgendwie dazu. Nun gehts also weiter mit unterrichten, außerdem erwarten wir verschiedene Besucher aus Australien, Singapur und Deutschland, also heißt es viel Arbeit und viele neue Leute. 

Das wars auch schon. Aber ich melde mich jetzt mal wieder öffter, damit auch alle wissen wie es mir geht und so. :))

Liebste Grüße und bald schöne Karnevalstage

eure Nele

 

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